Orgelmatineen 2021 - Infos folgen

Die Vorbereitungen für die Orgelmatineen im Sommer 2021 in Altenstadt sind im Gange. Der Förderverein Basilikafreunde und viele Freunde der Kirchenmusik hoffen, dass die vier Konzerte stattfinden können - evtl. wie 2020 mit begrenzten Platzkapazitäten und Hygienevorgaben. Weitere Informationen folgen rechtzeitig.

Das Passionssingen 2021 kann nicht stattfinden

Wie schon 2020 muss auch heuer das Alpenländische Passionssingen ausfallen. Es kann wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht stattfinden. Das Passionssingen wurde in den Jahren 2010 bis 2019 immer zwei Wochen vor Ostern abgehalten. Es gehörte immer zu den bestbesuchten Konzerten im Schongauer Land.

Ein Resümee zum Orgelsommer 2020 in Altenstadt

Knapp 400 Besucher sind zu den vier Orgelmatineen in Altenstadt gekommen. Das große Besucherecho bei den Kirchenkonzerten auch bzw. gerade in Zeiten von Corona stellte für die Helfer im Förderverein Basilikafreunde eine organisatorische Herausforderung dar; doch es ist zugleich Lohn für die Mühen. Ein Resümee mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Freunde der romanischen Basilika St. Michael, Johannes Jais. 
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Knapp 400 Besucher in den vier Konzerten: Worauf führen Sie das große Interesse zurück?
Johannes Jais: Die Menschen sehnen sich nach Monaten der Entbehrung wieder nach kulturellen Angeboten. Bei uns im Landkreis mussten wegen Corona sowohl die Orgelnacht in Schongau (an Pfingsten) als auch der Orgelsommer in Weilheim abgesagt werden. Auch viele andere Konzerte konnten nicht stattfinden. Aber das große Interesse hat schon auch mit Altenstadt zu tun: mit der romanischen Basilika, mit ihrer Architektur und ihrer Akustik, mit der unvergleichlichen Atmosphäre in dem romanischen Kirchenbau, mit dem stimmigen Klang der Link-Orgel, mit den bedeutenden Kirchenmusikern aus nah und fern, mit dem Programm, mit der Werbung. Und vielleicht auch mit unserem Verein.

Wie ist denn das zu verstehen?
Schauen Sie: Die Orgelkonzerte in Altenstadt gehören zu den wenigen, die kein professioneller Kirchenmusiker oder keine Pfarrei organisiert, sondern von einem Förderverein ausgerichtet werden. Wir legen Wert darauf, dass Besucher zusätzlich zur schönen Musik in einer einzigartigen Kirche vom Grüß Gott bis zum Pfüa Gott auch das Gefühl bekommen, dass man sich um sie kümmert und sie wertschätzt. So manche Anregung, so manche Kritik haben unsere Helfer, die als Ordner oder bei der Hygiene im Einsatz waren, aus Gesprächen nach dem einen oder anderen Konzert mitnehmen können. 

Wie war denn das große Besucherinteresse heuer mit dem beschränkten Platzangebot in Einklang zu bringen?
Aufgrund der Abstands- und der Hygieneregeln standen uns in der Basilika 99 Plätze zur Verfügung. Das hat auch damit zu tun, dass in den Seitenschiffen zahlreiche Stühle im Abstand von 1,5 Meter aufgestellt werden können. Wir hatten im ersten und dritten Konzert knapp 100 Gäste, im zweiten mit zirka 80 etwas weniger, dafür waren es aber im letzten Konzert mit Anton Guggemos über 100. 

Aber die Grenze ist doch bei 100?
Die haben wir auch im letzten Konzert eingehalten. Wir hatten Glück, dass einige Besucher bei dem schönen Wetter vor dem Westportal zuhören konnten, indem schnell Stühle im Freien gestellt wurden. Beim dritten Konzert mit Kristina Kuzminskaite war das anders; da bekamen einige Interessenten bei bewölktem Wetter keinen Einlass mehr. Eine harte Maßnahme, aber es ging nicht anders. 

Wenn Sie die vier Konzerte vergleichen: Wo sind die Gemeinsamkeiten, wo sind die Unterschiede?
Wir vom Förderverein stellen fest, dass die Kirchenmusiker allesamt gern in Altenstadt musizieren, obwohl wir keine hohen Honorare bezahlen können, wenn ich da zum Vergleich an Gagen denke, die woanders üblich sind. Allesamt sind die Musiker auch feine Leute ohne Starallüren. Aber jeder weiß seine eigenen Akzente zu setzen. Florence Rousseau aus Rennes (Frankreich) hat in der ersten Matinee ein ruhiges Konzert mit schönen Klangfarben gegeben, Anne Horsch aus München ging im zweiten Konzert impulsiv zu Werke, genauso wie Kristina Kuzminskaite, die Organistin aus Steingaden/Wies, die am dritten Sonntag in die Tasten langte

Und der Schlussakkord mit Anton Guggemos?
Anton Guggemos, der am zweiten Augustsonntag das vierte Konzert spielte, hatte ein Programm mit italienischen Werken vorbereitet. Der frühere Wiesorganist versteht es einfach, auch große Werke leicht, heiter und akzentuiert darzubieten. Der Beifall am Schluss war dementsprechend.

Die Basilikafreunde wählen jedes Mal ein Thema. Heuer war es europäische Orgelmusik. Schon Ideen fürs nächste Jahr?
Ja, heuer war es europäische Orgelmusik mit Werken aus Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden und Litauen. Ideen für die Zukunft hab ich schon einige – zum Beispiel Matineen mit Musikern aus Orten entlang des Lechs. Oder Organisten aus vier Bistümern. Oder mal im Sinne der Ökumene mit zwei katholischen und zwei evangelischen Musikern. 

Nach den Matineen ist vor den Matineen: Wann steigen Sie in die Planungen für die Konzerte 2021 ein?Letztes Jahr geschah das schon in der Woche nach dem letzten Konzert. Heuer werden wir damit zuwarten – auch wegen der Situation mit Corona. Ich denke, dass nach Neujahr bzw. Dreikönig ein guter Zeitpunkt ist. Dann haben die Kirchenmusiker ihre Anstrengungen in der Weihnachtszeit hinter sich und richten den Blick offen ins neue Jahr. Wir vom Förderverein haben ja derweil noch andere Aufgaben.

Die da wären?
Dass wir z.B. ein Passionskonzert vor Ostern organisieren, wenn das 2021 wieder möglich ist. Oder dass wir Unterstützung bei Maßnahmen in der Basilika leisten. So haben wir in den letzten drei Jahren unseren finanziellen Beitrag in vielen Dingen geleistet, sei’s bei der Generalüberholung und beim Stimmen der Orgel, bei der Schale fürs Taufbecken, beim gründlichen Reinigung des Großen Gottes von Altenstadt, bei der Hebebühne für die große Kirchenreinigung im Juni 2020 . Es sollen auch neue Stühle für die Basilika angeschafft werden. Auch da bringt sich unser Förderverein ein.  

Wesentliche Informationen über den Förderverein
"Freunde der Romanischen Basilika St. Michael"

Das geschichtliche Wahrzeichen von Altenstadt bei Schongau, die alpenländisch-romanische Basilika St. Michael, wurde im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts wohl auf Veranlassung des Territorialherrn, Herzog Welf VI., im Zuge der Stadtwerdung erbaut. Sie stellt hinsichtlich ihrer Architektur und ihrer kunsthistorisch hochwertigen Innenausstattung – zum Teil aus der Bauzeit – eine Besonderheit in dem von Kirchen- und Klosterbauten reich gesegneten Pfaffenwinkel dar. Ihre auch heute noch beeindruckende Größe zeugt von der zentralen und strategischen Bedeutung der einstigen Stadt Schongau, dem heutigen Altenstadt.

Damit dieser einzigartige Sakralbau auch den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt, wurde zur immerwährenden Unterstützung von Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen der Förderverein  „Freunde  der Romanischen Basilika St. Michael, Altenstadt e.V.“ gegründet. Er besteht seit Mai 1992. Ziel und Aufgabe des Fördervereins sind:

  • Sammeln von Finanzmitteln für Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit für das geschichtlich und kunsthistorisch bedeutsame Baudenkmal    alpenländischer Romanik, zum Beispiel mit Info-Veranstaltungen
  • kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Orgelmatineen, Passionssingen und andere Konzerte
  • Verkauf des Bildbandes „Basilika Altenstadt“.

Unterstützen Sie bitte den Förderverein durch Ihre Mitgliedschaft und/oder Spende!
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 15 Euro jährlich. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar. Eine Beitrittserklärung und Einzugsermächtigung finden Sie nebenstehend zum Herunterladen (rechts oben).

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Kontakt

Freunde der Romanischen Basilika St. Michael Altenstadt e.V.

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86972 Altenstadt | Gartenweg 11
Tel. 0 88 61 / 259 328 | Büro
Fax 0 88 61 / 259 329
Tel. 0 88 61 / 715 48 | Privat
basilikafreunde.altenstadtgooglemailcom

2. Vorstand Franz Landes
86972 Altenstadt | Kirchenweg 4
Telefon 0 88 61 / 1034

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IBAN: DE 49 7016 9509 0000 3404 30
BIC: GENODEF1PEI

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